Wappen von Baunach

Die Stadt Baunach, das alte ‚Bunahu‘, liegt im Bereich eines prähistorischen Siedlungsgebietes, dessen Kern der Staffelberg war. Nicht weniger als 50 Hügelgräber in den Waldungen der näheren Umgebung sowie eine Reihe von Fliehburgen aus der Hallstatt- und Latenezeit geben davon Kenntnis. Durch das Stadtgebiet führten vorgeschichtliche Fernstraßen vom Regnitzbecken nach Thüringen und in das Saalegebiet. Die Gründung von Baunach fällt in die zweite fränkische Siedlungsperiode von 650 bis 750 n.Chr., durchgeführt von fränkischen Grafen, die den Ort nach dem Baunachfluß benannten.

Die erste urkundliche Erwähnung ist am 4.7.802 nachgewiesen. Das Stadtrecht wurde bereits im Jahre 1328 durch Kaiser Ludwig den Bayern verliehen.

Sehenswert ist die St. Oswald Pfarrkirche. Aus der reichen Ausstattung der Pfarrkirche ist besonders das Heilige Grab erwähnenswert, das, einer Bühnendekoration ähnlich, raumfüllend in reiner Rokkokomalerei (Anwander zugechrieben) Darstellungen aus der Heilsgeschichte darbietet. Ein Idyll ist die gotische Magdalenenkapelle mit dem Hochgrab des aus Baunach stammenden großen Santiago-Pilgers, des im Rufe der Heiligkeit etwa 1430 verstorbenen Überkum. Wertvolle Figuren und Holzplastiken (15. Jahrh.) zieren das am fränkischen Jakobusweg gelegene Gotteshaus.

Zum Stadtbild des romantischen Städtchens mit vielen Fachwerkbauten gehören auch die „hölzernen Männer“: Ein von zwei Männern geziertes Holztor, errichtet im Jahre 1710. Das Tor wird von der Überschrift geziert:

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Im Wappen der Stadt von 1447 ist die Lage des Ortes nachgewiesen: Drei Wellenpfähle versinnbildlichen die Flüsse Baunach, Lauter und Main. Der Hecht steht für den Fischreichtum.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden folgende ehemals selbständige Gemeinden in die Stadt Baunach eingemeindet:

• Godeldorf / Godelhof am 01.04.1971

• Daschendorf am 01.07.1971

• Dorgendorf am 01.01.1972

• Priegendorf am 01.01.1972

• Reckenneusig am 01.01.1972

Die Stadt Baunach mit über 4.000 Einwohnern stellt mit ihren weiträumigen Wiesenauen und herrlichen Mischwäldern bei einer Gesamtfläche von ca. 3.100 ha das südliche Eingangstor zum Naturpark Haßberge dar. Unter Bewahrung einer großen historischen Vergangenheit hat sich die Stadt Baunach in den letzten Jahren zu einem aufstrebenden und modernen Ort entwickelt, was durch die ständig steigenden Einwohnerzahlen und die umfangreichen Gewerbe- und Industrieansiedlungen seit der Errichtung des Industriegebietes Eichen im Jahre 1978 belegt wird. In umweltfreundlicher Industrie, Handwerk und Handel stehen viele Arbeitsplätze zur Verfügung. Eingestuft als Kleinzentrum befinden sich in Baunach alle notwendigenVersorgungs- und Infrastruktureinrichtungen. Seit dem 1. Mai 1978 ist Baunach Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Baunach mit den Mitgliedsgemeinden Reckendorf, Lauter und Gerach.