Neues aus dem Stadtrat
Der Kindergarten St. Oswald in Baunach hatte die Gebühren angehoben. Jetzt zieht auch der städtische Kindergarten nach.
Um die beiden Kindergärten in Baunach ging es in der Sitzung des Baunacher Stadtrats. Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB) berichtete von Gesprächen mit beiden Einrichtungen. St. Oswald (Caritas-Verein) habe die Gebühren erhöht, um über die Runden zu kommen. Ähnlich sei es auch im städtischen Kindergarten vonnöten, so der Bürgermeister weiter. Seit 2006 hätten die Gebühren Bestand, aber seit 2000 schon gebe es kontinuierlich Erhöhungen bei den Personalkosten.
Darum sollten alle “Buchungskategorien” (drei bis vier Stunden täglich bis mehr als neun Stunden) um je fünf Euro angehoben werden, schlug er vor . So kosteten dann zum Beispiel drei bis vier Stunden täglich im Monat 85 Euro und mehr als neun Stunden täglich im Monat 115 Euro. Diese Erhöhung (und Anpassung an St. Oswald) verhindere dann auch eine Konkurrenz zwischen den beiden Kindergärten, sagte Ekkehard Hojer.
Peter Großkopf (SPD) schlug vor, die Gebühren nicht zu erhöhen, sondern statt dessen ein mögliches Defizit des Caritas-Kindergartens zu übernehmen. Axel Schmidt (CBB) erinnerte an die Auflagen des Landratsamts, wonach die Stadt alle Einnahmequellen auszuschöpfen habe. Reinhold Schweda (CSU) hielt es wie der Bürgermeister: “Es ist eine moderate Erhöhung”, sagte er. Die vier SPD-Räte stimmten gegen die Gebührenerhöhung.
“Antrag zu spät gestellt – Förderung abgelehnt”, hieß es gleich in der Stadtratssitzung. Einmal ging es um die Förderung der Sanierung eines denk-malgeschützten Hauses am Marktplatz und im zweiten Fall wiederholt um die Mittagsbetreuung der “Landpiraten” in Reckendorf.
Das Anwesen “Marktplatz 17” sei mit einem Aufwand von rund 25 500 Euro außen saniert worden, informierte der Bürgermeister. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege gewähre 5000 Euro Förderung, das seien 50 Prozent des denkmalpflegerischen Mehraufwandes bei der Sanierung. Im Finanzierungsplan sei die Stadt mit 1500 Euro Förderung vorgesehen.
Anträge zu spät gestellt
Es handle sich bei dem Vorhaben nicht um eine Privatmaßnahme im Rahmen der Städtebauförderung, bei der es eine Gestaltungssatzung gebe und die Stadt 40 Prozent der förderfähigen Kosten übernehmen müsste. Zudem sei der Antrag zu spät gestellt worden. Anträge auf Förderung müssten vor Beginn einer Maßnahme gestellt werden, sagte Hojer. Der Stadtrat schloss sich den Ausführungen des Bürgermeisters an, zumal die Haushaltslage keine freiwilligen Leistungen zulasse.
Sechs Kinder aus Baunach besuchten die Mittagsbetreuung bei den “Landpiraten” in Reckendorf. Sie hätten derzeit bei der entsprechenden Betreuung im Kindergarten St. Oswald keinen Platz gefunden, erläuterte der Bürgermeister Sachverhalt beim zweiten Zuschussantrag. Das Thema wurde im letzten Monat vertagt, um vom Förderverein “Die Landpiraten” mehr Einzelheiten zu erfahren.
Die Gemeinde Reckendorf gewähre dem Verein freiwillig jährlich zehn Prozent Förderung, gemessen an den Elternbeiträgen für Reckendorfer Kinder. Von den Baunacher Kindern gingen jährlich dort 3144 Euro an Beiträgen ein. Analog zu Reckendorf könnte die Stadt also 314 Euro Förderung freiwillig geben. Allerdings, so der Bürgermeister weiter, sei die Betreuung keine Einrichtung nach dem “Bayerischen Kinderbildungs und
betreuungsgesetz” und somit auch der Bedarf nicht anerkannt. Darum gehe es – und nicht nur um 314 Euro, meinte Ekkehard Hojer. In der Diskussion kamen die Stadträte überein, über einen neuen Antrag zu beraten, wenn dieser vor dem nächsten Schuljahr gestellt werde und die betroffenen Kinder keinen Platz in Baunach erhielten.
Quelle: Fränkischer Tag, Mai 2011
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Aktuelles
Kindertagesstätte St. Magdalena wechselt von der Stadt Baunach zur AWO Bamberg
Mit einer persönlichen Erklärung begann Bürgermeister Ekkehard Hojer die Baunacher Stadtratssitzung am vergangenen Dienstag: „Es ist immer wieder faszinierend, welche Reaktionen Presseartikel auslösen können, welche ‚Macht‘ die Medien über die Meinungen der Menschen haben. Umso gefährlicher ist es dann, wenn Artikel erscheinen, die nicht dem Sitzungsverlauf entsprechen, die Aussagen enthalten, die aus dem Zusammenhang gerissen oder falsch interpretiert und wiedergegeben wurden.“
Gemeint war die Berichterstattung in einer Bamberger Lokalzeitung. „Mir wurde vorgeworfen, ich hätte den Artikel verfasst oder beeinflusst. Ich kann aber versichern, dass […] der Artikel alleine von der Zeitung zu verantworten ist. Unsere Mitarbeiterinnen waren zu recht sauer, wie sie nach außen hin dargestellt wurden, es entstand der Eindruck, dass die den Inhalt der Vertragsentwürfe nicht richtig verstanden haben“, so Hojer weiter.
Um was geht es genau? In der Sitzung vom 10. Januar 2012 wurde ein Thema von der Tagesordnung genommen und auf eine Sondersitzung am 24. Januar vertagt. Zitat aus der Veröffentlichung auf dieser Internetseite vom 11. Januar: Auf der Tagesordnung stand auch ein brisanter Punkt: „Abschluss einer Vereinbarung hinsichtlich der Betriebsträgerschaft mit der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bamberg Stadt und Land e.V. (AWO); Betrieb der Kindertagesstätte ‚St. Magdalena‘ durch die AWO“. Dieser wurde kurzfristig abgesetzt und soll nun in einer Sondersitzung am 24. Januar erneut aufgerufen werden. Grund für die Verschiebung war die Unzufriedenheit der Mitarbeiterinnen mit dem von der AWO ausgearbeiteten Vertrag.
Der Grund für die Übertragung der Trägerschaft sind die steigenden rechtlichen Anforderungen an den Betriebsträger. „Die Stadt ist auf Dauer nicht mehr in der Lage, die Herausforderungen, sei es in pädagogischer Hinsicht oder die vielen rechtlichen Vorschriften, richtig zu meistern. Die Qualität des Kindergartens würde auf Dauer darunter leiden“, erklärte Hojer.
Keine Veränderungen bei der Vergütung der Mitarbeiterinnen
Dieser Punkt wurde nun in genannter Sondersitzung nochmals besprochen. Werner Dippold, geschäftsführender Vorstand der AWO Bamberg, stellte bisherige AWO-Projekte vor und freute sich über die zahlreich erschienenen Zuhörer. „Die große Resonanz zeigt, dass das Thema Kinder wichtig ist und sich viele dafür interessieren. Ich habe große Offenheit von Bürgermeister und kommunalen Mitarbeitern kennengelernt und Verständnis, dass die Mitarbeiterinnen und Eltern hier Ängste haben. Diese nehmen wir auch ernst.“ Bürgermeister Hojer verlas anschließend den zwischen Stadt und AWO abzuschließenden Vertrag, lediglich der Paragraph „Personal“ wurde nicht vorgetragen, sondern war bereits Teil einer nichtöffentlichen Sitzung.
Stadtrat Rudi Wacker fragte, ob nach wie vor gelte, dass den Mitarbeiterinnen der heutige Vergütungsstand zugesichert werde. Dies wurde bejaht, Wacker ließ diese Aussage ins Protokoll aufnehmen. Einstimmig übertrug der Stadtrat abschließend den Betrieb der Kindertagesstätte „St. Magdalena“ an die AWO. Der Vertrag wird zunächst auf 25 Jahre abgeschlossen. Bereits zum 1. Februar findet der Trägerwechsel von der Stadt Baunach hin zur AWO statt.
Quelle: www.nachrichtenamort.de
Stadtrat verabschiedet erste Planungen für neues Gewerbegebiet Baunach Nord II
Die Stadt Baunach sieht weiteren Bedarf für Gewerbeflächen – und plant daher, das nördliche Gewerbegebiet auszubauen. Erste Schritte wurden in der Stadtratssitzung vom 10. Januar 2012 beschlossen. So sollen für Bauwerke maximal ein Vollgeschoss, Pultdächer und Photovoltaikanlagen vorgeschrieben werden.
Diplom-Ingenieur Frank Schönfelder, Städtebauarchitekt der Planungsgruppe Strunz aus Bamberg, stellte in der Sitzung die ersten Pläne für das neue Gewerbegebiet vor. „Baunach Nord I ist mittlerweile in der Realisierung, die Verkehrserschließung erfolgt nach dem Abschluss des Neubaus der Firma Messingschlager“, sagte Schönfelder. „Schon einmal war der nördliche Teil oberhalb der Tankstelle für ein Gewerbegebiet vorgesehen, dem standen aber wesentliche Gründe entgegen, unter anderem die optische Veränderung für das Ortsbild, die Überschwemmungsthematik und die FFH-Naturschutzflächen, die sich in diesem Bereich befinden.“ Wesentlich geändert hat sich laut Schönfelder an der Problematik allerdings wenig – durch Baunach Nord I sei allerdings eine städtebauliche Veränderung eingetreten, so dass sich eine Ausdehnung des Gewerbegebietes rechtfertigen lasse.
Der Veränderung des Ortsbildes entgegenwirken sollen strenge Vorschriften für Baunach Nord II. Möglichen Investoren sollen daher maximal ein Vollgeschoss sowie der Bau von Pultdächern mit Photovoltaikanlagen vorgeschrieben werden. Diese niedrig gehaltenen Gebäude würden sich gut in die Landschaft einpassen, da das Gebiet zudem durch eine Randbegrünung umgeben ist. Außerdem sollen weder Tankstellen noch lärmintensive Industrien sowie Vergnügungsstätten wie zum Beispiel Spielhallen zugelassen werden. Die mögliche Pultdach-Vorschrift sorgte für Bedenken im Gremium. Stadtrat Peter Großkopf (SPD): „Ist eine solche Vorschrift sinnvoll, wenn wir ohnehin Schwierigkeiten haben, Investoren zu finden?“
An die Bundesstraße B279 wird das Gewerbegebiet laut Plan mittels Linksabbiegerspur und Verkehrsinsel angebunden. Auch Fußgänger sollen die Möglichkeit erhalten, von der Stadt problemlos ins Gewerbegebiet zu kommen. Einzig der Wunsch nach einem Kreisverkehr wird sich nicht realisieren lassen. „Wir haben erst am Tag der Sitzung eine negative Aussage des Straßenbauamts erhalten“, sagte Bürgermeister Ekkehard Hojer. Grund: Kreisverkehre werden nur noch genehmigt, wenn die Nebenachsen mindestens 20 Prozent des Verkehrs aufnehmen. Das ist an dieser Stelle allerdings nicht zu erwarten.
Mit großer Mehrheit brachten die Stadträte die Planungen für Baunach Nord II, das eine Fläche von1,55 Hektar umfasst, auf den Weg. Bis zur Realisierung wird es aber noch dauern – zunächst müssen Behörden, Träger öffentlicher Belange sowie die Grundstückseigentümer, in diesem Bereich neben der Stadt zwei Privatpersonen, einbezogen werden.
Bücherei in der ehemaligen Lechnerbräu wird in Zusammenarbeit mit der Pfarrkirchenstiftung betrieben
Auf der Tagesordnung vom 10. Januar stand auch der Abschluss eines Büchereivertrages zwischen Stadt und Pfarrkirchenstiftung. In Zusammenarbeit mit der Katholischen Bücherarbeit (KBA) Würzburg und dem St. Michaelsbund sollen künftig Medien zur Unterhaltung, Information und Bildung für alle Bürger angeboten werden. Während die Stadt die Räumlichkeiten bezahlt und bereits verfügbare Medien stellt, organisiert die Kirchenstiftung das Personal.
Sportplatz des FC Baunach wird saniert
Auch in der Jahreshauptversammlung des 1. FC Baunach kurz vor Weihnachten kam das Thema „Sportplatz“ auf. Durch defekte Drainagen ist der Platz so gut wie unbespielbar. Die Stadt als Eigentümer wird sich nun an den Sanierungsmaßnahmen angemessen beteiligen. Der 1. FC Baunach hat zur Deckung der Kosten zudem einen Zuschussantrag beim Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) gestellt. Bürgermeister Hojer und der Stadtrat sicherten dem Verein einstimmig eine angemessene Unterstützung zu. Neben neuen Drainagen wird auch eine Bewässerung eingebaut, die sich über einen eigenen Brunnen versorgen soll.
Auf der Tagesordnung stand auch ein brisanter Punkt: „Abschluss einer Vereinbarung hinsichtlich der Betriebsträgerschaft mit der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bamberg Stadt und Land e.V. (AWO); Betrieb der Kindertagesstätte “St. Magdalena” durch die AWO“. Dieser wurde kurzfristig abgesetzt und soll nun in einer Sondersitzung am 24. Januar erneut aufgerufen werden. Grund für die Verschiebung war die Unzufriedenheit der Mitarbeiterinnen mit dem von der AWO ausgearbeiteten Vertrag.
Quelle: www.nachrichtenamort.de
Ekkehard Hojer blickt auf 2011 zurück – Weniger Einwohner, sinkende Verschuldung
In der Jahresabschluss-Sitzung des Baunacher Stadtrates am 6. Dezember blickte Bürgermeister Ekkehard Hojer auf das Jahr 2011 zurück. Wichtige Themen waren dabei die sinkende Einwohnerzahl, der Schuldenabbau und das Großprojekt Lechnerbräu, das 2012 noch zum Abschluss kommen soll. Auch über die Jugend- und Behindertenarbeit wurde Bericht erstattet.
Aktuell sind in Baunach 4.136 Personen gemeldet, das bedeutet einen Rückgang gegenüber 2010 um etwas mehr als 50 Einwohner. Die Gewerbesteuereinnahmen betrugen 1,5 Millionen Euro. „Das sind zwar 500.000 Euro weniger als 2010, aufgrund der Herabsetzung können wir mit dem Ergebnis aber dennoch zufrieden sein“, erläuterte Hojer. Die Einkommenssteuereinnahmen lagen 2011 bei 1,47 Millionen Euro, die Schlüsselzuweisungen bei 146.000 Euro.
„Auf der anderen Seite lässt sich sehr schnell erkennen, wo unser Geld hinfließt“, sagte Hojer. Baunach zahlte 2011 1,27 Millionen Euro Umlage an den Landkreis, 396.000 Euro an die Verwaltungsgemeinschaft und 230.000 Euro an den Schulverband. Positiv: Die Pro-Kopf-Verschuldung konnte von 459 auf 426 Euro reduziert werden, der Schuldenstand beträgt 1,68 Millionen Euro. Hojer: „Im Vergleich zum Durchschnitt der bayerischen Kommunen stehen wir gut da.“ Die Durchschnittsverschuldung pro Kopf liegt in Bayern bei Gemeinden und Städten vergleichbarer Größe bei 627 Euro.
Rückblick auf das Jahr 2011 und Projekte 2012
Hojer berichtete kurz über wichtige Maßnahmen 2011. Dazu gehörte die Neugestaltung des Pausenhofs der Verbandsschule Baunach. Hojer bedankte sich beim Elternbeirat, der 12.000 Euro gesammelt und damit ein gutes Drittel der Kosten getragen hatte. Für die Baunacher Feuerwehr wurde mit dem HLF 10/6 ein neues Löschgruppenfahrzeug angeschafft, das im kommenden Jahr noch seine offizielle Segnung erhalten soll. Im Gemeindeteil Priegendorf wurde die Ortsdurchfahrt saniert und das Dorfgemeinschaftshaus seiner Bestimmung übergeben. Über eine positive Entwicklung freute sich Hojer beim Verkauf von Bauplätzen: Im neu ausgewiesenen Baugebiet sind so gut wie alle Plätze verkauft – die Aufstellung des Bebauungsplans und die Erschließung in der Flaute haben sich allem Anschein nach ausgezahlt.
2012 steht die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs für den Bauhof (Winterdienst) an. Im Gewerbegebiet Baunach Nord 1 soll die Verkehrsanbindung mit einem Linksabbiegestreifen gebaut werden. Außerdem stehen die Planungen für den Ausbau der BA39 an – die Baunachbrücke sei in schlechtem Zustand, die Gehwegsituation nicht akzeptabel, so Hojer.
Das Großprojekt Lechner-Bräu wird Baunach weiterhin beschäftigen. Als Einweihungstermin steht der 12. Dezember 2012 fest, aktuell sind die Arbeiten aber um etwa vier Wochen hinter dem Zeitplan zurück. Das Gebäudeensemble der ehemaligen Lechner-Bräu wird dabei revitalisiert. Durch die Mischung von öffentlicher (Bibliothek, Bürgersaal mit Café) und gewerblicher Nutzung (Arzt, Frisör, Fahrschule) wird eine Nachnutzung des Areals und Belebung der Innenstadt erreicht. Insgesamt sind für die Sanierung des ehemaligen Brauereiareals Lechner in Baunach in der Förderperiode 2007-2013 Finanzhilfen der EU und des Freistaates Bayern in Höhe von 2,4 Millionen Euro eingeplant. Zusammen mit den Zuschüssen der Oberfrankenstiftung sowie dem Eigenanteil der Stadt Baunach und dem privaten Anteil für die gewerbliche Nutzung wird dadurch ein Investitionsvolumen von insgesamt über sechs Millionen Euro finanziert.
Bikepark als neuer Treffpunkt für Jugendliche
Im Rahmen der Stadtratssitzung berichteten Michael Eichler, Jugendbeauftragter der Stadt Baunach, Jan Schmierer vom JugendArbeitsModell (JAM) und Heyke Koch, Behindertenbeauftragte über ihre Arbeit im Jahr 2011. Michael Eichler hob den gerade im Bau befindlichen Bikepark auf dem Gelände der Firma Messingschlager als neuen Treffpunkt für Jugendliche hervor. Dort sollen zudem ein Café und ein Bikestore entstehen, eine Gruppe Jugendlicher soll sich um die Pflege der Anlage kümmern. Messingschlager hat zudem angekündigt, spezielle Events zu veranstalten, etwa mit Profiradfahrern. Probleme bereitet laut Jan Schmierer eine Gruppe Jugendlicher, die sich als auffällig erweist und im Kern aus zwölf Mitgliedern zwischen 16 und 19 Jahren besteht. Diese soll nun in die städtische Jugendarbeit eingebunden werden. Dazu wurde eine Projekt-X-Gruppe beantragt – das Jugendamt könnte hier zukünftig mithelfen. Im Kern steht es um die Jugendarbeit in der Stadt aber gut – die Jugendtreffs in Baunach und Reckenneusig seien ein voller Erfolg, so Schmierer.
Aus dem Bericht der Behindertenbeauftragten Heyke Koch hob Bürgermeister Ekkehard Hojer besonders die Stiftung SebaCARE hervor, die sich bedürftigen Bürgern in Baunach annimmt. Aktionen 2010 waren die Unterstützung einer jungen Frau, die ihr Arbeitszeugnis ins Deutsche übersetzen lassen konnte und so eine Anstellung fand sowie die Spende einer Ruhebank in der Stufenburgstraße beim Kindergarten St. Oswald. Als Fortschritt lobte Koch auch den barrierefreien Zugang am Baunacher Rathaus. Für den kommenden Winter sei es wichtig, in den Berggebieten bevorzugt Schnee zu räumen, um den Pflegediensten frühstmöglich Zugang zu verschaffen.
Quelle: www.nachrichtenamort.de
Bürgerhaus nimmt Gestalt an
Unter der ehemaligen Baunacher Brauerei wird zurzeit eifrig nach Erdwärme gebohrt. Derweil reifen die Pläne, wie darüber das künftige Bürgerhaus konkret ausgestaltet wird.
“Darunter wird schon gebohrt, ich zeige Ihnen heute, wie es darüber endgültig aussehen soll” – so Diplomingenieur Christian Brückner bei der Vorstellung des “letzten Schliffs” einer detaillierten genehmigungsfähigen Planung zur Vorlage an die Regierung, damit aus der ehemaligen Brauerei ein “Bürgerhaus Lechnerbräu” entstehen könne.
Bis in 110 Meter Tiefe
Mit “Darunter” meinte er die Bohrungen in der vollkommen dichten Brauereigasse, in der einmal bis in 110 Meter Tiefe 16 Sonden (1760 laufende Meter “Leitung”) notwendige Wärme nach oben bringen sollen. Unter dem Bauwerk selbst seien Bohrungen kaum möglich oder zu aufwändig. So werde dafür der Hof und die angrenzende Gasse für notwendige Bohrungen für Erdsonden genutzt, brachte er in Erinnerung. Etwa zwei Monate müsse man für diese Arbeiten ansetzen.
Das “Darüber” erläutere im Folgenden der Planer mit zahlreichen Skizzen, Plänen und Bildern. In der wohl nun genehmigungsfähigen Planung seien alle Anregungen seitens des Stadtrates und auch schon mancher “öffentlicher Stelle” eingeflossen. Der Stadtrat sei nun gefordert, eine “finale Abstimmung” zu treffen und das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, was letztlich auch einstimmig erfolgte.
Arztpraxis und Bibliothek werden größer
Zunächst erläuterte Christian Brückner “Stockwerk um Stockwerk”, in denen sich nötige Änderungen aber in Grenzen hielten. Wichtig sei, dass nun die vorgesehe Arztpraxis und die Bibliothek wesentlich größer ausfallen könnten. Auch die Galerie über dem Konzertsaal könne ohne großen statischen Aufwand errichtet werden.
Zum Mälzerturm machte der Fachmann erstmals auch nähere Angaben. So soll der unbeheizte Turm über etliche Stiegen zu einer Aussichtsplattform führen, wovon aus man einen “weiten Blick über Baunach” habe. Das Thema “Storchennest” (Stadtrat Reinhold Schweda, CSU: “Man muss halt mal darüber reden”) vertiefte das Gremium nicht weiter, es wurde schon bei den früheren Beratungen “abgeschrieben”. “So, wie heute vorgestellt”, so Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB), forderte er das Einvernehmen beschlussmäßig ein, was einstimmig erfolgte.
Millionenprojekt benötigt Fördermittel
Mit “wie jedes Jahr, aber heuer ganz anders”, leitete der Bürgermeister zu einem “eng verwandten Thema” über. Es ging um die Bedarfsmeldung an die Regierung bezüglich der Städtebauförderung 2011. “Da brauchen wir nicht lange zu diskutieren”, so das Stadtoberhaupt, ab 2011 dominiere das Bürgerhaus Lechnerbräu die Finanzen der Stadt und der Regierung. Im Programm 2011 plane man alleine für das Bürgerhaus eine Million Euro und in den Folgejahren 2012 und 2013 jeweils 1,5 Millionen Euro Aufwand ein. Rund zwei Millionen davon könne man insgesamt als “förderfähig” ansehen. Ein ganze Reihe weiterer geplanter Maßnahmen (zusammen 470 000 Euro) wurden in das Jahr 2014 “verschoben”. Der Stadtrat stimmte geschlossen zu.
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| Die Brauereigasse ist dicht, Bohrer fräsen sich in den Untergrund. Foto: A. Meier |
Neuer Mann in der CBB Fraktion
In der Mai Sitzung des Stadtrates von Baunach vereidigte Bürgermeister Ekkehard Hojer den Nachrücker aus der CBB, Peter Strohmer (30). Er rückte in unserer Fraktion für Fitz Hegenwald nach, der aus persönlichen Gründen sein Amt nicht mehr ausführt.
Einher damit wurden auch die Ausschüsse neu besetzt. Jeweils als Vertreter gehört Peter Strohmer fortan dem Bau- und Umweltausschuss (Tobias Roppelt rückte dafür zum ordentlichen Mitglied auf), dem Finanzausschuss und dem Rechnungsprüfungsausschuss an.
Die CBB bedankt sich bei Fritz Hegenwald für seinen unermüdlichen Einsatz für die Stadt Baunach und seinen Bürgern in den vergangenen 8 Jahren. Peter Strohmer wünschen wir für seine Zukunft als Stadtrat alles Gute und immer ein glückliches Händchen bei seinen Entscheidungen!
Baunach ändert Bebauungsplan
Der Stadtrat setzte sich mit den notwendigen Maßnahmen für “Baunach Nord I” auseinander und weist die Einwände eines Anliegers zurück. Der Plan muss erneut öffentlich ausgelegt werden.
Der Bebauungsplan „Baunach Nord I“ und einher damit die Änderung des Flächennutzung- und Landschaftsplanes geht in die nächste Runde. Dipl.-Ing. Frank Schönfelder (Planungsgruppe Strunz, Bamberg) stellte die aktualisierte Planung dem Stadtrat vor. Änderungen an der Straßenführung (B 279), Änderungen beim Geltungsbereich, Setzen eines Trafos und textliche Festsetzungen zwängen zu erneuter, wenn auch verkürzter Auslegung, bei der dann aber nur die Änderungen zur Disposition stünden.
Vor dem einstimmigen Billigungs- und erneutem Auslegungsbeschluss fasste das Gremium entsprechende Abwägungsbeschlüsse zu den eingegangenen Stellungnahmen, darunter eine private eines Anliegers, vertreten durch Anwälte.
Zunächst befasste sich der Stadtrat mit der privaten Stellungnahme. Das Gremium wies Vorhaltungen des Anliegers (die Planungen erfolgten nur wegen der Firma Messingschlager, es gebe auch andere und bessere Standorte, die nicht mehr lohnende Sanierung des Brunnens I werde nur vorgeschoben, um das Wasserschutzgebiet auflösen zu können und anderes mehr) in allen Fällen begründend zurück. „Der Stadtrat verwahrt sich daher entschieden gegen den Vorwurf, er habe zielgerichtet die Auflassung des Schutzgebietes betrieben, um den Betrieb vor Ort erweitern zu können“, war einer von etlichen Abwägungsbeschlüssen des Stadtrates. So stellte das Gremium auch fest, „dass den Rechtsanwälten der fachliche Hintergrund fehlt“, um die Situation richtig bewerten zu können.
Weiter befasste sich der Stadtrat mit den Stellungnahmen einzelner Fachbereiche des Landratsamtes. So sei die Dimension des Einmündungstrichters in das Gewerbegebiet in ihren Abmessungen erforderlich und mit dem Staatlichen Bauamt so abgestimmt. Die Randeingrünung nördlich und westlich des aufzulassenden Tiefbrunnens (Brunnen I) werde durch eine zusätzliche Heckenpflanzung verdichtet. In Sachen Wasserrecht nahm der Stadtrat zur Kenntnis, dass der Bebauungsplan erst in Kraft treten könne, wenn die wasserrechtliche Zustimmung (Auflassung Brunnen I, Inbetriebnahme neuer Brunnen III, neue Schutzgebiete) vorliege. Gegenüber dem Staatlichen Bauamt stellte das Gremium klar, dass die eingetragene Versetzung des Ortsschildes nach Nordwesten lediglich ein kommunaler Vorschlag sei und nicht dem Bebauungsplan zuzuordnen sei.
Die weiteren neun Stellungnahmen öffentlicher Träger (von der Telekom bis zur Gemeinde Oberhaid) ohne Einwände nahm der Stadtrat „zur Kenntnis“.
Nach eineinhalb Stunden Vortrag durch den Architekten und gelegentlicher Diskussion im Gremium nahmen Stadtrat Reinhold Schweda (CSU) und Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB) die Gelegenheit wahr, den zahlreichen Zuhörern zu erläutern, warum sie insbesondere bei der privaten Stellungnahme so und vor allem mit wenig Diskussion entschieden hätten. Der Adressat dieser „Botschaft“ hatte den Raum aber schon vorher verlassen. am

... Auf „Baunach Nord I“ wird mächtig gegraben, aber nur die neue Wasserleitung der Stadt kommt hier zum Liegen, denn der Bebauungsplan „Baunach Nord I“ ist noch nicht „reif“...
Lechnerbräu wird zum Bürgerhaus
Bürgerversammlung in Baunach, der einzige Tagesordnungspunkt war das „Bürgerhaus Lechnerbräu“. Was sich ein Bürgermeister nur wünschen kann: Das Rathausdachgeschoss war „gerammelt voll“ mit interessierten Bürgern. Architekt Christian Brückner (Büro Tirschenreuth und Würzburg) stellte den aktuellen, wenn auch noch groben Planungsstand zum Bürgerhaus vor. Zum Ende des Jahres soll die genehmigungsfähige Planung bei der Regierung sein.
Zunächst aber reihte Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB) die bisherige Entwicklung auf. Im November 2007 habe man mit einem Architektenbüro zusammen die ersten Überlegungen zur Nutzung des Gebäudes angestellt, dem im September 2008 die ersten Finanzierungsgespräche mit der Regierung folgten. Ende 2008 lagen dem Stadtrat drei Entwürfe vor und schon im Januar 2008 habe der Stadtrat grundsätzlich beschlossen, das Gebäude für städtische Zwecke zu nutzen. Im folgenden März beschloss das Gremium den Kauf des (inzwischen erfolgt) Lechnerbräus. Nach Abzug der auch dafür gewährten Förderung hätte dafür die Stadt noch 32 000 Euro aufbringen müssen. Ein favorisierter Entwurf ging im April 2009 an die Oberste Baubehörde in München. Von da an sei das Projekt auf höhere Ebene gelaufen, da nun auch Förderungen über EU-Programme in Aussicht gestellt worden seien. Zwölf Büros hätten nach EU-Ausschreibung ihre Überlegungen der Umnutzung vorgestellt, acht seien zunächst übrig-geblieben und schließlich hätten sich noch vier ausgewählte Büros einem Architektenwettbewerb und einem Preisgericht gestellt. Im November 2009 sei schließlich der Entwurf der Gebrüder Brückner zum Sieger „gekürt“ worden.
So stehe nun fest, so der Bürgermeister weiter, das ein Zeuge Baunacher Industriegeschichte erhalten bleibe und einmal in seinen Ausmaßen etwa dem Stand von 1850 entsprechen werde. Dies sei zwar eine deutliche Bereicherung der Kleinstadt, präge das Ensemble Schloss und Bürgerhaus, zwinge aber auch dazu, bis einschließlich 2013 „kleine Brötchen zu backen.“ Zum geschätzten Gesamtaufwand in Höhe von 5,1 Millionen Euro erhalte man rund 2,5 Millionen Euro an Förderung, die übrigen 2,6 Millionen Euro habe die Stadt in den Jahren 2010 bis 2013 zu schultern. Zuversichtlich blieb der Bürgermeister bei seiner schon einmal geäußerten Terminierung: Am 12.12.2012 soll das „Bürgerhaus Lechnerbräu“ seiner Bestimmung übergeben werden.
Dieser Termin sei auch für ihn ein Rahmen, eine Vorgabe, so Architekt Christian Brückner eingangs zu seiner Präsentation. Er spannte einen weiten Bogen von seinem Büro über Vorzeigeprojekte und Erfahrungen seines Büros, die sich überwiegend „im Bauen im Bestand“ bewegten bis hin zum Baunacher Projekt. Etwas abzureißen und dann neu hinzustellen, erfolge allzu oft, sei oft auch billiger, hinterlasse aber keine Spuren des gewachsenen Altbestandes und seiner Geschichte. So sehe er seine Aufgabe und Herausforderung bei diesem Projekt darin, Alt und Neu gefällig zu verbinden.
Im Folgenden hatten die Bürger das Wort, richteten ihre Fragen an Brückner oder den Bürgermeister. Sorgen machte einigen Bürgern der Umstand, dass der große Saal (300 Plätze) an der Seite der Ortsdurchfahrt entstehen soll. Der Architekt sah darin kein Problem, es müsse dazu nur eine „Schwingungs-Entkoppelung“ erfolgen, den Rest sichere eine Schallabschirmung. Flachdächer seien durchwegs (nicht beim bestehenden und bleibendem Eckhaus) vorgesehen, was etliche Bürger sorgte nach eigenen Erfahrungen. Von besten Erfahrungen mit neuen Baustoffen berichtete der Architekt und beruhigte damit. Ob eine Finanzierungssicherheit bestehe und der Kostenrahmen eingehalten werde, wollten andere wissen. Dazu griff auch Baurat Thomas Mühlender von der Regierung von Oberfranken (Städtebauförderung) in die Diskussion ein. Nach all seinen Erfahrungen mit dem Büro Brückner und bisherigen Vorstellungen gehe er von einer großen Planungs- und Finanzierungssicherheit aus, führte er aus. Zuletzt fasste ein Bürger auf seine Art zusammen: Es sollte jetzt nicht das Haar in der Suppe gesucht werden, der gelungene Entwurf überzeuge. Man sollte gar überlegen, ob sich nicht auch ein „Förderverein Bürgerhaus Lechnerbräu“ gründen sollte. So ein Förderverein habe auch schon bei der Sanierung der Magdalenenkapelle einiges bewegt. am

...der Traum jeden Bürgermeisters: volles Haus bei der Bürgerversammlung. Foto: Albert Meier

